Lastenfahrrad FAQ: Häufige Fragen

Wir haben die wichtigsten Fragen rund ums Lastenrad gesammelt - von den Lastenrad-Typen bis hin zum Lastenrad-Kauf. Viel Spaß beim Durchlesen!

Was für ein Lastenrad spricht


Warum ein Lastenrad und kein Fahrrad? 

Das ganz Offensichtliche zuerst: Während ein Fahrrad das typische Fortbewegungsmittel für eine einzelne Person ist, kannst du mit einem Lastenfahrrad deine ganze Familie transportieren. Auf einem Fahrrad kannst du zwar auf dem Gepäckträger einen Kindersitz befestigen. Allerdings musst du die zulässige Gewichtsangabe beachten (meist max. 25 kg), weshalb Kinder ab einem gewissen Alter nicht mehr mitfahren können. Außerdem hast du natürlich nur Platz für ein Kind. 

Der Platz-Vorteil 

Bei einem Lastenrad ist das anders: Du kannst je nach Modell zwei bis sechs mitnehmen. Auch spielen das Alter und das Gewicht der Passagiere eine untergeordnete Rolle, da mit dem passenden Zubehör auch Kinder bis weit ins Schulalter befördert werden können. Zudem haben Lastenfahrräder eine viel höhere Tragkraft als konventionelle Fahrräder, sodass Großeinkäufe, Reisegepäck oder sperrige Freizeitausrüstung problemlos darauf Platz finden. 

Der Sicherheits-Vorteil 

Ein Fahrrad ist für eine Person gedacht und gebaut – ein Lastenrad nicht. Deshalb fehlen normalen Fahrrädern von Haus aus wichtige Sicherheits-Features wie Speichenschutz, ein extra-stabiler Rahmen oder ein stabiler Zweibeinständer, der das Fahrrad auch geparkt gut hält, wenn ein Kind auf dem Gepäckträger sitzt. Ein Lastenrad ist im Gegensatz zu einem Fahrrad ganz dezidiert für den Transport von größeren Lasten - wie mehreren Kindern - konzipiert und mit den entsprechenden Komponenten ausgestattet: bessere Bremsen, ein stabiler Rahmen, hochwertigere Schaltung, massiver Gepäckträger etc. Und natürlich auch mit einem entsprechend starken Motor!

Warum ein Lastenrad und kein Anhänger? 

Der Anhänger ist eine beliebte und vor allem sehr flexible Möglichkeit, seine Kinder zu transportieren. Trotzdem glauben wir, dass das Lastenrad einige konkrete Vorteile hat. 

Der Platz-Vorteil 

Fahrradanhänger haben in der Regel eine maximale Ladung von bis zu 50 kg und sind ein Transport von Kindern über sieben Jahren ist nicht erlaubt. Das macht auch Sinn, denn die Kinder passen in der Regel schon vorher schlicht nicht mehr hinein. Auch darf kein Anhänger mehr als zwei Kinder transportieren – könnte er auch gar nicht. Beim Lastenrad hast du diese Beschränkungen nicht: Die meisten Modelle transportieren auch Kinder noch im Schulalter sicher und bequem und verfügen über eine max. Zuladung zwischen 170 und 250 kg. Trotzdem sind viele Lastenräder kürzer und weniger sperrig als ein Fahrrad+Anhänger-Gespann und kommen damit nicht nur einfacher, sondern auch sicherer durch den Stadtverkehr! 

Der Fun-Vorteil 

Mit einem Lastenrad sind deine Kinder näher an dir dran. Und das ist beruhigend sowohl für den Nachwuchs als auch für die Eltern. Du kannst dir immer sicher sein, dass es deinen Kids gut geht, im Notfall schnell einen Streit schlichten oder die Nuckelflasche reichen. Bist du mit Anhänger unterwegs ist die Kommunikation eigentlich nur möglich, wenn du absteigst und hinter zum Nachwuchs im Anhänger läufst. Außerdem sehen die Kids im Lastenrad viel besser, was um sie herum passiert, da sie höher sitzen. Damit bekommen sie nicht nur mehr mit von der Welt, sondern sind auch weniger gelangweilt, was wiederum zu weniger Streit und schlechter Laune führt.

Warum ein Lastenrad und kein Auto? 

Mit einem Lastenfahrrad ersparst du dir den täglichen Stress der Parkplatzsuche und des Feierabendverkehrs. Mit einem Lastenfahrrad bist du mitsamt den Kindern endlich wieder mehr an der frischen Luft, hältst dich ganz nebenbei auch noch fit und trägst mit deinem umweltschonenden Lebensstil zu einer besseren und gesünderen Welt bei. Dein Kind lernt die Umwelt ganz anders kennen als hinter Auto-Fensterscheiben – egal ob du mit ihm täglich über die Felder fährst oder durch den Stadtverkehr. Ganz nebenbei: Klar haben die meisten Lastenradbesitzer auch ein Auto. Aber sie benutzen es seltener!

Wie viel Geld spare ich, wenn ich Lastenrad statt Auto fahre? 

Eine Menge! Man beachte allein die Spritkosten: Bei einem E-Lastenrad reicht eine Akku-Ladung (504 Wh) in der Regel aus, um damit etwa 100 Kilometer zu fahren. Den Akku zu laden kostet dich etwa 20 Cent (bei einem Preis von ca. 40 Ct/kWh). Ein Benzin-Pkw braucht hingegen im Schnitt 7,8 l Benzin auf 100 km - das sind bei einem Spritpreis von 1,60 € pro Liter beeindruckende 12,50 € auf 100 Kilometer! Und dann hast du noch nicht einmal andere Kostenfaktoren wie Parkplatz, Versicherung, regelmäßige Inspektionen, Kfz-Steuer und Instandhaltung mit einberechnet.

Die Lastenrad-Typen


Welche Arten von Lastenrädern gibt es? 

Allgemein unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Typen von Lastenrädern: Dem Lastendreirad, dem Long John und dem Long Tail. Während zu Beginn der Lastenrad-Entwicklung vor allem Dreiräder und Long Johns im Fokus standen, läuft das Long Tail den anderen langsam aber sicher den Rang ab. Eine kurze Vorstellung:

Was macht ein Lastendreirad aus?

Das Dreirad hat ein Rad hinten und zwei vorne mit einem Kasten dazwischen, in den je nach Modell bis zu sechs Kinder passen. Die Sitzposition sowie die Steuerung ermöglichen dir eine entspannte Fahrweise. Der große Vorteil des Dreirads ist seine Stabilität und der Platz: Dadurch, dass es drei Räder hat, muss es im Stand oder bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht austariert werden und verkraftet auch eine hampelige Fracht besser. Die Kästen sind in der Regel auch sehr groß. Bei der Lenkung gibt es noch Unterschiede. Ein Dreirad ist gemütlich, aber sicher nicht wendig unterwegs.
Vorteile: Viel Platz, steht sicher und stabil, gute Sichtbarkeit, oft gut für Menschen, die sonst ungern Fahrradfahren
Nachteile: Groß und schwer, behäbig in Fahrweise und Lenkung
Marken: Bakfiets, Black Iron HorseChikeniholaWinther 
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Was zeichnet ein Long John Lastenrad aus?

Das Long John ist ein zweirädriges Lastenfahrrad, das über einen Kasten oder eine Ladefläche zwischen dem Lenker und dem Vorderrad verfügt. Es fährt sich sportlicher als ein Dreirad und hat trotzdem noch Platz für bis zu drei Kinder. Bei den Long John Lastenrädern kann man ganz grob unterscheiden zwischen den gemütlich-holländischen Marken- BakfietsLovensUrban Arrow -  und den eher sportlichen Marken aus Deutschland und Dänemark: Riese & Müller, Larry vs Harry und CargoFactory.  Während bei den holländischen Modellen eine gemütliche, aufrechte Sitzhaltung vorherrscht und der Kasten oft größer und breiter ist, ist die Sitzhaltung bei den deutsch-dänischen Marken eher sportlich, über den Lenker gebeugt - wobei man auch diese Modelle natürlich "holländisch" fahren kann. Die sportlicheren Modelle liegen oft auch sehr tief, um einen niedrigeren Schwerpunkt und somit eine dynamischere Fahrweise zu ermöglichen.
Vorteile: Große Box mit agiler Fahrweise, zusätzlich Stauraum auf dem Gepäckträger
Nachteile: Wackelig bei Berganfahrten, weniger Platz als im Dreirad, aber auch weniger agil als ein Long Tail.
Marken: BakfietsLovensUrban Arrow, Riese & Müller, Larry vs Harry und CargoFactory

Was ist ein Long Tail Lastenrad?

Das Long Tail ähnelt dem konventionellen Fahrrad am meisten. Es wurde Mitte der 2000er-Jahre maßgeblich vom kalifornisch-französischen Hersteller Yuba zur Marktreife gebracht und  hat einen besonders stabilen Rahmen und einen extra langen Gepäckträger, auf dem je nach Modell bis zu drei Passagiere Platz finden. Die Unterschiede bei den Modellen liegen vor allem in der Gesamtlänge und den Radgrößen: Kompakte Modelle sind genauso groß oder sogar kleiner als normale E-Bikes, während "richtige" Long Tails alter Schule über 2,10 m lang sein können. Neben den klassischen 26"-Rädern (üblich bei den meisten City- oder Tourenrädern) experimentieren viele Hersteller auch mit kleineren Rädern wie 24" oder sogar 20", die dann etwa so groß sind wie bei Falträdern. Einige Modelle haben auch vorne ein großes und hinten ein kleines Rad. Der Gedanke dahinter ist, den Schwerpunkt möglichst niedrig zu halten, damit das Long Tail nicht zu kopflastig und damit wackelig wird. Auf der anderen Seite sind kleine Räder aber weniger effizient in der Kraftumsetzung und können sich beim Lenken zu feinfühlig anfühlen. So sucht hier jeder Hersteller seinen Mittelweg.
Vorteile: Kompakt, flink, wendig, auch als normales E-Bike nutzbar und wenig Umgewöhnungszeit
Nachteile: Begrenzter Laderaum (nur über Gepäcktaschen) und Passagierzahl
Marken: Benno BikesBike43Riese & MüllerVeloe,Yuba Bikes

Welche Unterschiede gibt es zwischen zwei- und dreirädrigen Lastenrädern? 

Zweirädrige Lastenfahrräder sind schmaler gebaut und daher platzsparender als Dreiräder. Du kommst durch die meisten Tore und Einfahrten. Ein Long John (Ladefläche vorne) oder ein Long Tail (verlängerter Gepäckträger) fahren sich durch ihre Stromlinienform viel sportlicher und dynamischer. Die meisten zweirädrigen Lastenräder sind für zwei bis drei Kinder geeignet. Dreiräder bieten dir dagegen mehr Ladevolumen und Beinfreiheit für deine Kinder. Mit einem Dreirad fährst du entspannter und stabiler. Beim langsamen Fahren oder beim Anhalten kannst du einfach sitzen bleiben, denn durch seine drei Räder steht es von alleine. Mit vollem Kasten musst du dir also keine Sorgen um die Balance des Rades machen. Dreiräder sind je nach Modell für bis zu sechs Kinder geeignet.

Wie unterscheiden sich die Lastenrad-Typen in der Fahrweise? 

Die Dreiräder fahren sich generell gemütlicher und geradliniger. Der Vorteil an den drei Rädern ist, dass das Lastenfahrrad selbstständig stehen kann. So musst du das Gewicht nicht ausbalancieren, wenn du losfährst. An einer roten Ampel kannst du einfach entspannt sitzen bleiben, statt abzusteigen. Auch wenn du mal langsamer fahren musst, ist ein Dreirad von Vorteil. Die Fahrweise wird zudem auch maßgeblich von der Lenkungsart beeinflusst. Dazu findest du mehr auf der Dreirad-Seite. Zweiräder fahren sich in der Regel sportlicher und schneller. Durch die schmale Bauweise bist du auch in engen Gassen und bei dichtem Verkehr wendig unterwegs. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wirst du die verlängerte Front eines Long John kaum noch merken. Long Tails wie das Yuba, die Kinder und Einkäufe auf dem Gepäckträger transportieren, fahren sich sogar genauso leicht wie ein herkömmliches Fahrrad.

Welche Lenkungsarten gibt es bei Dreirädern? 

Lastendreiräder gibt es mit drei verschiedenen Lenkungsarten:

Drehschemellenkung 

Bei der Drehschemellenkung bewegt sich der Kasten beim Lenkvorgang mit. Das ermöglicht eine flexiblere Fahrweise gerade auch auf unebenen Straßen. Es ist aber etwas gewöhnungsbedürftig.

Achsschenkellenkung 

Bei der Achsschenkellenkung sind die Räder wie bei einem Auto unabhängig von dem Kasten ansteuerbar. Das ist erheblich intuitiver.

Neigetechnik 

Bei der Built-to-tilt Neigunstechnik kommt zu einer Achselschenkellenkung noch eine Neigungstechnik hinzu, die es dem Kasten erlaubt, sich Erhöhungen und Kurven anzupassen, vor allem aber kannst du dich ganz normal in die Kurve legen, wie du das vom Fahrradfahren gewohnt bist. Wenn das Dreirad an einer Bordsteinkannte abgestellt wird, bleibt der Kasten aufrecht und neigt sich nicht zur Seite. 

Was kann man alles auf einem Lastenrad transportieren?


Wie viel Kilogramm kann ich mit einem Lastenrad transportieren? 

Die Tragkraft der Lastenfahrräder kann je nach Marke und Modell stark variieren, in der Regel liegt die maximale Zuladung eines Lastenrads zwischen 170 und 250 kg. Das reicht – je nach Gewicht – gut für einen Erwachsenen und zwei bis drei Kinder oder aber auch zwei Erwachsene. Oder einen Erwachsenen und eine Menge schwerer Ladung.

Kann ich in einem Lastenfahrrad meinen Hund mitnehmen? 

Klar! Im Prinzip kannst du in jedem Lastenfahrrad mit Kasten deinen Hund mitnehmen, solange er sicher darin sitzen kann. Allerdings sind nicht alle Lastenräder gleich gut für den Hundetransport geeignet. Während manche Marken sogar eigens Modelle anbieten, die speziell für den Hundetransport ausgelegt sind, spielt das bei anderen keine so große Rolle.

Babys im Lastenrad 


Dürfen Säuglinge in einem Lastenrad transportiert werden? 

In Babyschalen können Eltern Säuglinge schon früh im Lastenfahrrad transportieren. Es gibt auch mittlerweile viele Lastenräder, die Adapter für Auto-Babyschalen anbieten: So kannst du die Babyschale, die du sonst im Auto nutzt, einfach in den ein Lastenrad einhängen. Achte auf die Altersempfehlung des jeweiligen Produkts. Hier kannst du auch nach der Babytauglichkeit eines Lastenrads filtern.

Wie funktionieren Lastenrad Maxi Cosi Halterungen? 

Für einige Lastenrad-Modelle gibt es Halterungen, in die ein Auto-Kindersitz wie beispielsweise der Maxi Cosi eingehängt werden kann. Dabei handelt es sich meist um Lastenräder mit einem Kasten vorne, also Lastendreiräder oder Long Johns wie das Urban Arrow Family oder den Lovens Explorer. Wie der Maxi Cosi Adapter, den du aus dem Auto kennst, verfügen diese Halterungen in der Regel über zwei Zangen, in die der Maxi Cosi eingehängt und eingerastet werden kann. Die Halterung selbst ist wiederum fest mit dem Lastenrad verschraubt, meist entweder am Boden oder an den Seitenwänden der Transportbox.

Ab wann sollte man von einer Babyschale zum Kindersitz wechseln? 

Auf die Schale im Lastenfahrrad sollte erst verzichtet werden, wenn das Kind selbstständig sitzen kann. Je nach Kind ist das ab einem Alter von etwa neun bis zwölf Monaten der Fall. Beachte immer auch die Altersempfehlungen des Produkts. Die meisten Kindersitze sind für ein Alter ab etwa neun Monaten konzipiert.
Vater sitzt mit zwei Söhnen am Brunnen, daneben ein Longtail Lastenfahrrad

Kinder im Lastenrad


In welchem Alter  können Kinder im Lastenrad mitgenommen werden? 

Rein rechtlich gibt es keine Einschränkungen. Praktisch kommt das ganz konkret jeweils auf das Modell an: Für den Babytransport gibt es Modelle mit einem Adapter für Autokindersitze, während sich große Longtails für den Transport von Schulkindern besonders anbieten. Ganz allgemein bist du mit Yuba Longtails am längsten glücklich: Hier kannst du deine Kids von 9 bis 19 Jahren (und wenn du willst noch länger) transportieren.

Bis zu welchem Alter darf mein Kind auf dem Fahrrad mitgenommen werden? 

Die Straßenverkehrsordnung (StVO §21, Abs. 3) unterscheidet zwischen dem Transport im Fahrrad, Fahrradanhänger und "Fahrräder, die zur Personenbeförderung gebaut und eingerichtet sind" (=Lastenräder). Auf einem Fahrrad dürfen Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren mitgenommen werden. Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein und es müssen Kindersitze sowie ein Speichenschutz vorhanden sein. In einem Fahrrad-Anhänger dürfen Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren mitgenommen werden, auch hier muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein. Für ein Lastenrad gibt es keine derartigen Beschränkungen: Du kannst Kinder egal welchen Alters mitnehmen! 

Straßenverkehrsordnung § 21, Abs. 3 im Original: 
(3) Auf Fahrrädern dürfen Personen von mindestens 16 Jahre alten Personen nur mitgenommen werden, wenn die Fahrräder auch zur Personenbeförderung gebaut und eingerichtet sind. Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr dürfen auf Fahrrädern von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden, wenn für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und durch Radverkleidungen oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, dass die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können. Hinter Fahrrädern dürfen in Anhängern, die zur Beförderung von Kindern eingerichtet sind, bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden. Die Begrenzung auf das vollendete siebte Lebensjahr gilt nicht für die Beförderung eines behinderten Kindes.

Wieviel darf mein Kind wiegen, um auf dem Fahrrad mitgenommen zu werden? 

Bei einem Fahrrad ist das davon abhängig wo du den Kindersitz anbringst. Vorne darf dein Kind bis zu 15 kg wiegen. Ist der Kindersitz auf dem Gepäckträger montiert, darf es bis zu 22 kg wiegen. Die meisten Gepäckträger haben eine Höchstgrenze von 25 kg - und auch das Gewicht des Kindersitzes muss ja bedacht werden. Bei einem Lastenfahrrad ist das von der maximalen Zuladung abhängig. Die meisten Transporträder haben eine maximale Zuladungskapazität von 150 bis 250 kg. Diese sind jeweils unter "Technische Details" angegeben. Oft wird separat angegeben, wie viel Gewicht in der Ladekiste verstaut werden darf. Selbst bei einer maximalen Zuladung von beispielsweise 150 Kilogramm bleiben auch mit zwei größeren Kindern (jeweils 30 kg) noch 90 Kilogramm für dich und dein Gepäck übrig,

Welche Möglichkeiten gibt es für den Kindertransport auf dem Lastenrad?

Im Grunde gibt es je nach Alter drei Optionen: Zuerst kommt die Babyschale bzw. der Autokindersitz, dann der normale Kindersitz und schließlich Sitzbank oder Sitzpolster. 

Kinder unter 9 Monate auf dem Lastenrad 

Für manche Modelle gibt es Babyschalen oder Autokindersitz-Adapter, in die du auch schon Säuglinge legen kannst. Es versteht sich von selbst, dass du mit einem Baby an Bord besonders vorsichtig fahren solltest, vor allem bei Schlaglöchern oder Bordsteinen. 

Kinder zwischen 9 Monaten und etwa 4 Jahren auf dem Lastenrad 

Für diese Zeit bietet sich Kindersitze an, da dein Nachwuchs zwar schon sitzen kann, aber vielleicht noch nicht sicher und stabil genug. Für den Gepäckträger gibt es die klassischen Kindersitze, die du auch für ein normales Fahrrad kaufen kannst. Nur dass du hier je nach Modell auch zwei Kindersitze auf den Gepäckträger kriegst. Auch auf den Gepäckträger eines Lastenrads mit Kasten vorne kannst du in der Regel einen normalen Kindersitz montieren! Für den Kasten vorne wiederum bieten die Hersteller oft Kindersitze oder Sitzverkleiner an, die auf der Sitzbank angebracht werden können.

Kinder ab 4 Jahren auf dem Lastenrad 

Auch wenn die meisten Kindersitze bis 25 kg und 6 Jahren zugelassen sind, drängt es die Kinder oft schon früher heraus. Jetzt können sie entweder mit Gurten gesichert auf der Sitzbank vorne im Kasten sitzen (bei Lastendreirädern und Long Johns) oder nehmen auf Sitzpolstern auf dem Gepäckträger Platz, umgeben von einem Haltegeländer (bei Longtails). 

Wie viele Kinder kann ich auf einem Lastenrad mitnehmen? 

Das ist unterschiedlich und hängt vom Lastenrad-Modell ab und auch davon, wie groß deine Kinder sind.: Kompakte Lastenräder sind nicht größer als ein normales Fahrrad und können zwei Kinder tragen. Größere Modelle erreichen Längen von über 2,60 Metern, manche können bis zu sechs Kinder transportieren.

Welches Lastenrad Zubehör gibt es für den Kindertransport? 

Jedes Lastenfahrrad bietet für verschiedene Altersgruppen das passende Zubehör, von verschiedenen Taschen, Regendächern, Sitzkissen, Babyschalen bis hin zu Gepäckablagen oder Ladeplattformen. Manche Zubehörteile können wir nur zusammen mit Neurädern bestellen, anderes können wir auch einzeln verkaufen. 

Was ist der Unterschied zwischen einem 3-Punkt-Gurt und einem 5-Punkt-Gurt? 

Der 3-Punkte Gurt sichert dein Kind an drei Stellen, während der 5-Punkt-Gurt noch zwei zusätzliche Seitengurte besitzt. Das bedeutet aber nicht, dass der 5-Punkt-Gurt automatisch besser ist. Beide Gurtsysteme haben ihre Vor- und Nachteile. Während 3-Punkt-Gurte einfacher zu handhaben sind und deinem Kind mehr Bewegungsfreiheit bieten, eignen sich 5-Punkt-Gurte besonders gut für schlafende Kinder, da der Oberkörper durch die Gurte in einer stabilen Position gehalten wird. Für einen Kindersitz der am Gepäckträger angebracht wird, empfiehlt sich immer ein 5-Punkt-Gurt. Im Kasten ist ein 3-Punkt-Gurt ausreichend.

Die technische Ausstattung eines Lastenrads 


Was ist besser -  E-Lastenfahrrad oder ein Lastenfahrrad ohne Motor? 

Bis auf wenige Ausnahmen werden heutzutage fast nur noch Lastenräder mit E-Motor verkauft. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist schlicht komfortabler für die Fahrerin, außerdem bist du schneller und auch vollbeladen und am Berg besser unterwegs. Die meisten Lastenräder sind mit elektrischen Antriebssystemen von Bosch oder Shimano ausgestattet. Es gibt aber durchaus auch leichter gebaute Modelle, die sich auch ohne Motor gut fahren lassen. Trotzdem muss man sagen: Ein Motor rentiert sich und mit macht es auch viel mehr Spaß!

Welche Schaltungen werden in Lastenrädern verbaut? 

Das ist sehr unterschiedlich: Viele fahren mit klassischen Kettenschaltungen, andere setzen auf Nabenschaltungen, die teilweise sogar stufenlos oder automatisch schalten. Am besten schaust du dir bei den jeweiligen Lastenrädern die "Technische Details" an. Oft kannst du auch beim selben Modell zwischen verschiedenen Schaltungen wählen. Das geschieht dann in unserem Konfigurator.

Wie stelle ich mein Lastenfahrrad für meine Körpergröße richtig ein? 

In der Regel sind Sattelstützen und Lenkervorbau höhenverstellbar. Das ist aber auch je nach Lastenrad unterschiedlich. Teilweise kannst du auch dasselbe Lastenrad-Modell mit verschiedenen Rahmenhöhen oder Einstieg (hoch oder tief) für dich passend konfigurieren.

Das Lastenrad: Gesetzliche Vorgaben 


Darf jeder ein E-Lastenrad fahren? 

Die E-Lastenfahrräder, die wir in unserem Shop anbieten, sind Pedelecs. Das bedeutet, dass sie laut Straßenverkehrsordnung trotz Motorantrieb als normales Fahrrad angesehen werden. Sie verfügen über einen 250 Watt Motor und unterstützen dich beim Pedalieren bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Sobald du aufhörst in die Pedale zu treten, stoppt auch der Motorantrieb. Solche Pedelecs sind StVO-konform und dürfen von jedem gefahren werden. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass Kinder nur dann im Lastenrad transportiert werden dürfen, wenn Fahrer oder Fahrerin älter als 16 Jahre ist.

Kann ich ein Lastenrad mit dem Auto transportieren? 

Ein Lastenfahrrad kann wie auch ein Fahrrad mit dem Auto transportiert werden, wenn du einen entsprechenden Fahrradträger hast. Das funktioniert aber natürlich nur mit einer Hand voll kompakten Lastenrad-Modellen. Wichtig ist es, den geeigneten Fahrradträger für diesen Zweck zu finden. Da E-Lastenfahrräder natürlich mehr wiegen, ist es wichtig, auf die Maximalbelastung des Fahrradträgers zu achten. Auch bei der Länge sind durch die gesetzlichen Regelungen Grenzen gesetzt. Ein Lastenrad mit einer Kiste lässt sich mit einem Fahrradträger nicht befördern. Dazu musst du es schon in einen Minivan o.ä. laden. Die wichtigste Beschränkung liegt aber darin, dass das geladene Lastenfahrrad an keiner Seite des Wagens mehr als 20 cm überstehen darf. Deshalb sind nur kompakte Lastenräder realistisch transportierbar – außer du hast ein sehr breites Auto!

Darf ich mein Lastenrad mit in die S-Bahn nehmen? 

Das wird in den verschiedenen Verkehrsverbünden oft unterschiedlich gehandhabt und ist auch sonst eine Grauzone. So schließt etwa die deutsche Bahn eine Mitnahme "sogenannter Lastenräder mit festen Aufbauten" aus, was aber Spielraum dafür lässt, ob damit auch Lastenräder mit abnehmbaren Zubehörteilen gemeint sind. Gerade bei den kompakten Longtail Lastenrädern sind die Übergänge ja durchaus fließend. Natürlich wirst du ein Lastendreirad oder ein Lastenrad mit großer Kiste vorne nicht in eine S-Bahn kriegen. Aber bei einem Longtail mit einer Länge von etwa zwei Metern ohne sperriges Zubehör stehen die Chancen schon viel besser. Nicht zuletzt kommt es am Ende darauf an, wie ein möglicher Kontrolleur dein Zweirad einstuft – als E-Bike oder doch als Lastenrad.

Welche rechtlichen Vorgaben gibt es für den Transport von Kindern auf dem Lastenrad?

Der für Lastenräder entscheidende Satz steht in der StVO §21, Abs. 1: "Auf Fahrrädern dürfen Personen von mindestens 16 Jahre alten Personen nur mitgenommen werden, wenn die Fahrräder auch zur Personenbeförderung gebaut und eingerichtet sind." Das ist bei Lastenrädern der Fall – sie sind "zur Personenbeförderung gebaut und eingerichtet". Entsprechend gibt es keine Alters- oder Kapazitätsgrenzen, die vom deutschen Gesetzgeber vorgeschrieben wären. Das heißt aber nicht, dass alles geht. Im Zweifel sind die Angaben des Herstellers zur max. Zuladung und Kinderzahl ausschlaggebend.

Ein Lastenrad finanzieren 


Warum sind Lastenräder so viel teurer als normale Fahrräder oder E-Bikes? 

Diese Frage lässt sich aus zwei Perspektiven beantworten: die Produktionskosten und dein Nutzen. 

Sind Lastenräder in der Produktion so viel teurer als normale Fahrräder? 

Die Antwort ist schlicht: Ja (und das gilt im Übrigen genauso für E-Bikes). Zuerst sind da mal die Komponenten, angefangen beim Motor. Der stammt bei den meisten Lastenrädern (Noname-China-Modelle mal ausgenommen) von renommierten Herstellern wie Bosch und Shimano, die über ein gut ausgebautes Service-Netzwerk verfügen. Außerdem sind die Lastenrad-Motoren in der Regel erheblich stärker (und damit auch teurer) als klassische E-Bike-Motoren, da sie ja auch mehr Last bewegen können müssen. Auch allen anderen Komponenten wird mehr abverlangt, weshalb die meisten Hersteller nur noch hochwertige Ware verbauen: Das beginnt bei den Reifen bis hin zu Schaltung, Rahmen, Kette und den Bremsen. Ein anderer Punkt ist die Masse: Während Fahrräder in irrsinnigen Stückzahlen produziert werden und damit der Preis pro Stück sinkt, sind Lastenräder zu großen Teilen immer noch Manufaktur-Arbeit. Das ist dann einfach teurer. 

Wie rechnet sich der Nutzen auf? 

Klar ist ein Lastenrad teurer als ein normales City E-Bike, aber es kann ja auch viel mehr. Für viele Familien ersetzt das Lastenfahrrad ja nicht die Anschaffung eines Damenrads, sondern die Anschaffung eines Zweitwagens, der für Einkäufe, Kinderlogistik und kleinere, innerstädtische Fahrten notwendig zu sein scheint. Verglichen mit einem Kleinwagen wiederum ist ein Lastenrad nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Betrieb spottbillig: 20 Cent kosten dich 100 Kilometer auf dem E-Lastenrad – 12,50 € sind es mit dem Auto. Und da sind Versicherung, Stellplatz usw. nicht mal mitberechnet. Davon abgesehen: Es gibt auch sehr viele normale Fahrräder – vom Rennrad bis zum Mountainbike –, die erheblich teurer sind als so manch ein Lastenrad.

Kann ich ein Lastenfahrrad auch per Jobrad leasen? 

Ja, natürlich kannst du das! Und zwar auch nicht nur mit Jobrad, sondern auch mit über einem Dutzend weiterer Leasing-Anbieter. Wenn dein Arbeitgeber Dienstrad-Leasing anbietet, solltest du dir das auf jeden Fall überlegen.

Kann ich ein Lastenrad auch in Raten zahlen? 

Klar, das geht! Wir arbeiten mit entsprechenden Kreditinstituten zusammen, die die Ratenzahlung für uns abwickeln. 

Kann ich eine Förderung für mein Lastenrad bekommen? 

Das kommt stark darauf an wo du wohnst und wie du es nutzt. Eine bundesweite Förderung gibt es leider nur für den gewerblichen Gebrauch – eine Formulierung, die sich durchaus weit fassen lässt. Ansonsten haben verschiedene Städte und Kommunen Förderprogramme aufgelegt, die sich in Fördersumme und -berechtigung unterscheiden. 

Verkauft ihr auch gebrauchte Lastenräder? 

Ja. Wir verkaufen regelmäßig unsere Testräder. Diese sind in der Regel kaum gebraucht und werden vor dem Verkauf noch einmal von unseren Lastenrad-Mechanikern komplett durchgeprüft. Ist dir eines unserer Testräder besonders ins Auge gesprungen, das gerade nicht zum Verkauf steht, kannst du uns aber auch trotzdem gerne ansprechen. Vielleicht lässt sich da ja auch spontan etwas machen.

Ein Lastenrad kaufen


Welche Modelle kann ich bei euch Probefahren?

Eine Übersicht der Modelle, die wir regelmäßig in unserem Showroom zum Probefahren bereitstellen, findest du in der Auflistung . Achtung: Wenn du ein ganz bestimmtes Lastenfahrrad testen möchtest, ruf uns vorher kurz an, damit wir dir sagen können, ob es gerade zur Verfügung steht oder es sich bereits auf einer Probefahrt befindet. Du kannst dein neues Lastenrad übrigens nicht nur vor Ort testen, sondern gerne auch über ein Wochenende mit nach Hause nehmen! 

Wie funktioniert bei euch der Bestellvorgang? 

Wenn du dir dein Traum-Lastenrad ausgesucht hast, kannst du es direkt online bestellen. Dazu gehst du in den Konfigurator, wo du es nach deinen Wünschen zusammenstellen kannst. Der Konfigurator ist so gestaltet, dass du schön an der Hand durch die verschiedenen Optionen geführt wirst und dir alle notwendigen Informationen zum Thema Kompatibilität – "Passt das auch drauf, wenn ich das andere auch draufhaben will?" – liefert. Am Ende des Bestellvorgangs wählst du deine Zahlungsart und schon ist die Sache geritzt. Du kannst uns aber auch gerne im Laden besuchen oder die Bestellung telefonisch abschließen.

Kann ich auch einfach erstmal ein Angebot einholen? 

Wenn du die Investition vorher nochmal im Familienrat besprechen willst oder auch wenn du dein neues Lastenrad leasen oder in Raten zahlen willst, ist auch das möglich. Stelle dir einfach dein Wunsch-Lastenrad im Konfigurator zusammen, gehe damit zur Kasse und wähle als Zahlungsart "Angebot anfordern" aus. Du erhältst dann von uns eine Mail mit einem unverbindlichen Angebot, über das du noch einmal nachdenken kannst. Hast du vorher im Konfigurator einen Leasing- oder Ratenzahlungs-Anbieter ausgewählt, übermitteln wir ihm deine Daten, damit er das Angebot weiter bearbeiten kann.

Wie funktioniert der Lastenrad Versand und wie lange dauert er? 

Wir bauen dein Lastenrad für dich bei uns vor Ort komplett fahrbereit zusammen und schicken es dir dann verpackt auf Palette mit einer Spedition zu (oder du holst es persönlich ab, wenn du das willst). Wie lange das dauert hängt davon ab, ob wir das Modell und alle nötigen Zubehörteile auf Lager haben und wie stark die Auslastung in unserer Lastenrad-Montagewerkstatt ist. Grundsätzlich dauert es im Sommer immer länger als im Winter und die entsprechenden Lieferzeiten sind im Konfigurator angegeben.

Macht ihr auch Lastenrad Service und Wartung? 

Unsere Lastenrad-Werkstatt nimmt auch Service-Aufträge entgegen! Du kannst telefonisch oder per Mail einen Termin ausmachen und dein Lastenrad zu uns bringen, damit wir eine Wartung oder Reparatur vornehmen können. Die Erstinspektion eines neu gekauften Lastenrads sollte nach 300 km erfolgen. Machst du die Erstinspektion bei uns, ist diese sogar kostenlos! Wir haben leider kein deutschlandweites Händler- oder Partnernetzwerk an Werkstätten. Wenn du irgendwo anders in Deutschland einen Lastenrad-Notfall hast, versuchen wir dir aber gerne zu helfen, damit du vor Ort eine fähige Lastenrad-Werkstatt findest.

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