Wer mit einem Lastenrad seine Kinder transportiert, für den spielt Sicherheit natürlich eine sehr wichtige Rolle. Das wissen auch die Lastenrad-Hersteller und legen daher auf diesen Aspekt besonderen Wert. Das beginnt schon mit der Rahmen-Konstruktion und der technischen Ausstattung. 


Welche Rolle spielt Sicherheit bei der Konstruktion eines Lastenrads? 

Ein Lastenrad-Rahmen ist in der Regel erheblich massiver und stabiler als der eines normalen Fahrrads. Bei Modellen mit einer Box kommen oft integrierte Überrollbügel oder eben die robusten Transportbox aus schlagfestem Material hinzu. Die teilweise recht hochbordige Box bilden so eine schützende Fahrgastzelle für die Kinder. Diese kann kleine oder große Stöße abfangen. Hier gibt es durchaus große Unterschiede zwischen hochwertigem Kunststoffmaterial und einfachen Plastik-Konstruktionen. Wer seine Kinder auf dem Gepäckträger eines Long Tail transportiert, hat über die Halte-Geländer, die bei zahlreichen Modellen zum Einsatz kommen, ebenfalls einen gewissen Stoßschutz. Solange es für die Kinder angenehm ist, kann man auch einen Kindersitz verwenden. Dieser bietet durch die Rückenlehne zusätzlichen Schutz nach hinten und verfügt zudem über Gurte.

Wie sicher sind Lastenrad Bremsen?

Da ein vollbeladenes Lastenrad mit Kindern und Einkäufen schnell ein Gesamtgewicht von über 150 kg erreichen kann, sind leistungsstarke Bremsen absolut wichtig. Sie müssen fein dosierbar sein, um auch bei Nässe oder in Gefahrensituationen das schwere Gefährt sicher und kontrolliert zum Stehen zu bringen, ohne dass die Räder blockieren und das Rad instabil wird. Deshalb setzen mittlerweile fast alle Hersteller auf hydraulische Scheibenbremsen, die schnell und zuverlässig greifen. Für manche Modelle gibt es sogar ABS-Upgrades. 

Braucht man im Lastenrad einen Helm? 

Auch wenn es keine Helmpflicht gibt: Wir empfehlen das Tragen von Helmen auch innerhalb der Transportbox - und auch für den Fahrer oder die Fahrerin! Zwar bietet die Box einen gewissen Seitenaufprallschutz, doch bei einem Sturz oder einer Kollision schützt der Helm vor dem Aufprall auf die Bordsteinkante oder die Innenwände der Box. 


Richtigen Fahrradhelm für Kinder kaufen

Wenn du möchtest, dass dein Kind einen Helm trägt, ist es wichtig die richtige Größe zu ermitteln. Dazu misst du den Kopfumfang deines Kindes ungefähr eine Zeigefingerbreite über den Augenbrauen. Das Maßband sollte ohne Zug um den Kopf anliegen. Der Helmumfang entspricht dem Kopfumfang plus 1 cm. Leider sind die Helmgrößen nicht einheitlich definiert, weswegen du dich vor allem an deinem gemessenen Helmumfang in cm orientieren solltest. Befindest du dich damit genau zwischen zwei Helmgrößen, dann probiere am besten die Größere an.

Damit dein Kind bei einem Aufprall richtig geschützt ist, muss der Helm korrekt am Kopf anliegen. Ziehe den Helm bis vor an die Augenbrauen, sodass Schläfen, Stirn und Hinterkopf gleichermaßen geschützt sind. Zuletzt stellst du alle Verschlüsse so ein, dass der Helm fest auf dem Kopf sitzt ohne einzuengen. Achte darauf, dass die Bänder die Ohren nicht einklemmen. Zwischen Kinn und Band lässt du eine Fingerbreite Platz. Wichtig ist es, dass du nach einem Sturz den Helm entsorgst! Feine, innenliegende Risse im Material verringern die Schutzwirkung bei einem zweiten Unfall.


Muss ich mein Kind im Lastenrad anschnallen?

Wenn du deine Kind auf einer Sitzbank in der Box transportierst, sollte es auch immer angeschnallt sein und niemals lose in der Box sitzen. Gurte verhindern nicht nur das Aufstehen während der Fahrt, sondern halten das Kind bei abrupten Bremsmanövern oder einem potenziellen Umkippen sicher fest. Alle Lastenräder mit Box verfügen daher über 3- oder 5-Punkt-Gurte. Wenn du Gepäckträger-Kindersitze nutzt, solltest du natürlich auch dann die Gurte immer schließen.

Wie wichtig ist die richtige Beleuchtung im Straßenverkehr? 

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Da Lastenräder breiter und länger sind als herkömmliche Fahrräder, werden sie von Autofahrern zwar gesehen, beim Abbiegen oder Überholen aber manchmal in ihrer Länge unterschätzt. Eine hochwertige Lichtanlage mit Standlichtfunktion und zusätzliche Reflektoren an den Seiten der Box helfen dabei, frühzeitig wahrgenommen zu werden. Besonders in der Dämmerung oder bei schlechtem Wetter gilt: Lieber ein Licht zu viel als eines zu wenig, um die Silhouette des "Familienlasters" für andere Verkehrsteilnehmer deutlich zu markieren. 


Welche Rolle spielt Übung bei der Fahrt? 

Auch der Faktor Mensch spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit. Ein Lastenrad reagiert durch den langen Radstand und die Lastenverteilung anders als ein Solorad, weshalb eine gewisse Übung im Vorfeld sinnvoll ist. Obwohl es Modelle gibt, die sich genauso fahren lassen wie normale Räder (Long Tails), ist es ratsam zunächst eine Leerfahrt zu machen. Einige Lastenräder benötigen aufgrund ihrer Form und Lenkungsart etwas Eingewöhnungszeit. Deshalb solltest du vorab ohne Beladung verschiedene Fahrmanöver ausprobieren und testen, wie sich das Gewicht auf verschiedenen Untergründen verlagert. Erst wenn die fahrende Person ein intuitives Gefühl für die Ausmaße und das Trägheitsmoment des Rades entwickelt hat, ist ein sicherer Transport im dichten Stadtverkehr gewährleistet. Wir empfehlen dir dafür folgende Situationen:

  • Fahrmanöver: Kurven fahren, Wenden, Anhalten, starkes Bremsen, Rückwärts schieben, auf Bordstein auffahren
  • Untergründe: Kopfsteinpflaster, Gullydeckel, abschüssiger Untergrund

Kann ein Lastenrad umkippen?

Dreiräder können durch ihre zwei nebeneinander angeordneten Räder von alleine stehen und sind daher beim Ein- und Aussteigen nur schwer umzukippen. Auch während der Fahrt ist die Kippgefahr durch die gute Gewichtsverteilung sehr gering. Allerdings können zu schnell gefahrene Kurven, einseitiges Auffahren auf Erhöhungen oder ruckartige Lenkbewegungen das Lastendreirad ins Schwanken versetzen. Einspurige Transporträder wie Long Johns oder Long Tails und Kinderanhänger fahren sich dagegen geradliniger und liegen wendiger in der Kurve. Beim Halten musst du allerdings, wie bei einem herkömmlichen Fahrrad auch, das Gewicht der Ladung selber ausbalancieren. Trotzdem: Da Lastenräder stabiler gebaut und speziell auf den Kindertransport ausgelegt sind, ist die Gefahr umzukippen geringer als bei einer Kindermitnahme auf einem herkömmlichen Fahrrad.

Ist ein Lastenrad sicherer als andere Möglichkeiten, mit seinem Kind durch die Stadt zu kommen? 

Davon sind wir überzeugt! Gehen wir doch mal die verschiedenen anderen Möglichkeiten durch, mit denen viele Eltern ihre Kinder durch den oft wuseligen Stadtverkehr bringen: 

Ist ein Lastenrad sicherer als ein Fahrrad-Anhänger? 

Ein Fahrrad-Anhänger ist niedriger am Boden und damit schlechter sichtbar als ein großes Lastenrad – die Kinder befinden sich nicht selten direkt auf Stoßstangen-Höhe. Außerdem bekommst du kaum mit, was deine Kinder hinter dir im Fahrrad-Anhänger treiben. Das ist bei einem Lastenrad anders, insbesondere einem mit Kasten vor dem Lenker: Hier hast du deinen Nachwuchs immer im Blick. 

Ist ein Lastenrad sicherer als ein Follow me Tandem? 

Bei einem Follow me Tandem wird das Kinderfahrrad mit einer Kupplung hinter das Fahrrad des Erwachsenen gehängt, wobei sein Vorderrad in der Luft hängt. Das Kind sitzt aber weiterhin auf dem Sattel und tritt mit. Wir halten das für gefährlich. Nicht nur gibt es für das Kind keinerlei zusätzlichen Schutz. Auch wird es sehr schnell durch Autofahrer übersehen, die aus dem Augenwinkel nur den erwachsenen Radler sehen und nicht damit rechnen, dass ein Kinderfahrrad direkt folgt. Insbesondere die Kombination mit E-Bikes und der damit einhergehenden Geschwindigkeit ist schwierig.

Ist ein Lastenrad sicherer als ein Fahrrad mit Kind auf dem Gepäckträger? 

Immer häufiger sieht man Eltern, die ihre Kinder einfach auf ihrem normalen Fahrrad mitnehmen und ein Sitzkissen auf den Gepäckträger legen. Nicht nur fehlen dabei ordentliche Vorrichtungen, an denen sich das Kind festhalten kann. Normale Fahrräder verfügen auch nicht über einen Speichenschutz, der die Kinderbeine zuverlässig vom Hinterrad festhalten – kommt aber ein Kinderfuß ins Hinterrad ist ein Krankenhausaufenthalt vorprogrammiert! Nicht zuletzt sind normale Fahrräder auf eine solche zusätzliche Last nicht ausgelegt. Auch wenn das Kind die maximale Zuladung von 25 kg für einen Standard-Gepäckträger nicht überschreitet, fühlt sich das Auf- und Absteigen auf einem leichten, wackeligen Stadtrad doch ganz anders an als auf einem stabilen Lastenrad mit Doppel-Ständer. 

Ist ein Lastenrad sicherer als die Kinder selbst fahren zu lassen? 

In einer idealen Welt nicht – in der Realität leider doch. Entweder das Kind fährt auf dem Gehweg und muss dort Passanten, Mülltonnen und aus Einfahrten kommenden Autos ausweichen. Spätestens mit zehn Jahren muss es dann aber auf den Radweg (wenn vorhanden) wechseln – oder eben auf die Straße. Und selbst in einer Stadt mit gut ausgebautem Radwegenetz laufen Kinder doch sehr häufig in Gefahr, im Straßenverkehr übersehen zu werden: von abbiegenden Autofahrern oder auch bei Straßenquerungen. Für begleitend fahrende Eltern stellt das einen erheblichen Stressfaktor dar. Da ist es doch angenehmer, den Nachwuchs sicher vor oder hinter sich im Lastenrad zu wissen.

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